MHM-Projekt - Firma Herrmann Holzbau, Geisa
 
Dieses MHM-Projekt der Firma Herrmann aus Geisa zeigt in eindrücklicher Weise, wie die einfache Drehung der Firstlinie eines Walmdaches um 17° den Gesamteindruck und die Geometrie eines fast quadratischen Grundrißes beeinflußt. 
 
Als die Bauherrenfamilie einige Architekten und Baubetriebe mit ihrer Idee des gedrehten Daches konfrontierten, reichten die Reaktionen von „nicht zu bauen“ bis „unbezahlbar“. Nur die Firma Herrmann sah in dem Projekt keine unlösbaren konstruktiven Probleme und sie drohte auch nicht mit einem wesentlich höheren Preis. Damit ist dieses Haus ein typisches Beispiel dafür, wie eine Holzbaufirma durch den Einsatz modernster CAD-Werkzeuge und die automatische Fertigung von Dach und Wänden den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bauweisen und den Wettbewerbern erzielt.
 
 
Sowohl die äußere Kubatur des Gebäudes als auch die im inneren schräg und in versetzen Ebenen verlaufenden Wände und Balkenlagen wurde mit dem Bauherren zusammen direkt im cadwork entwickelt. So entstand das Traumhaus einer äußerst zufriedenen Familie. Der Einsatz der MHM-Elemente im Bereich der Wände ermöglichte zusätzlichen gestalterischen Spielraum, zum Beispiel im Bereich der abgeschrägten Fensterleibungen. In allen Bereichen wurden typische Holz-Holz-Verbindungen, wie Zapfen oder Schwalbenschwänze, eingesetzt.
 
Der Abbund der teilweise strahlenförmig angeordneten Sparren und der Decken erfolgte mit einer fünfachsigen Abbundanlager der Firma Hundegger. Die Fertigung der Wandelemente mit allen erforderlichen Ausschnitten wurde mit der Plattenbearbeitungsanlage PBA von Hundegger realisiert.
 
Herrmann Massivholzhaus GmbH
36419 Geisa
 
 
 
(c) cadwork 2016